was ist eine courtage

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courtage

du hast dich nun für eine immobilie entschieden und dein wunschobjekt wird durch einen immobilienmakler vermittelt?

in diesem fall, stellt dir der makler bei erfolgreicher vermittlung die sogenannte courtage oder maklergebühr in rechnung. sie gehört bei deiner baufinanzierung zu den sogenannten kaufnebenkosten. die maklercourtage kann in deutschland grundsätzlich frei verhandelt werden.

üblicherweise beträgt die provision für den makler bei immobilienverkäufen zwischen 3 % und 6 % des kaufpreises zuzüglich mehrwertsteuer. sie ist in der regel direkt nach dem zustandekommen des kaufvertrages fällig.

beim immobilienerwerb ist es aktuell noch nicht gesetzlich geregelt, ob der verkäufer oder der käufer einer immobilie für die zahlung der maklercourtage aufkommen muss.

anders sieht es bei objekten aus, die vermietet werden. mit der einführung des bestellerprinzips im jahr 2015 wurde vom gesetzgeber festgelegt, dass die maklerprovision immer vom auftraggeber bezahlt werden muss.

damit will der deutsche gesetzgeber die rechte der mieter besser schützen. bisher war es in der regel so, dass die mieter die gebühr bezahlen mussten. obwohl der vermieter den makler beauftragt hatte.

nur wenn ein mieter selbst einen immobilienmakler mit der suche nach einer passenden immobilie beauftragt, muss er folglich als auftraggeber die gebühr für den bestellten immobilienvermittler zahlen. in genau so einem fall, ist der vermieter die unbeteiligte partei. auch die höhe der zu zahlenden courtage ist auf einen maximalen betrag festgelegt.

bei der vermietung von gewerbeimmobilien gilt das bestellerprinzip nicht. wer den makler zahlt, richtet sich nach der individuellen vereinbarung zwischen makler und auftraggeber. der auftraggeber (egal ob immobilien suchender oder verkäufer) verhandelt mit dem makler die provisionshöhe. es wird auch festgelegt, wie diese nach abschluss des mietvertrages zwischen beiden verteilt werden soll.

die verteilung der provision unterscheidet sich von bundesland zu bundesland. in manchen ländern teilen sich mieter und vermieter die maklergebühr, in anderen trägt der mieter oder vermieter die kosten alleine.

das bundesjustizministerium hat im märz 2019 einen gesetzentwurf zum sogenannten bestellerprinzip auch für den immobilienverkauf vorgelegt. aktuell ist es noch nicht klar, ob, und wenn ja wann, das gesetz in kraft treten wird