was ist eine courtage


auf dem vielfältigen immobilienmarkt gibt es sowohl angebote von privatpersonen, als auch von immobilienmaklern. der kauf eines privat inserierten objektes ist unkompliziert und mit keinen zusätzlichen kosten verbunden. kaufst du deine immobilie dagegen von einem makler, so gibt es einige wichtige dinge zu beachten.

die courtage des maklers gehört zu den wichtigen bestandteilen eines immobilienkredits und sollte bei einem kauf bedacht und berücksichtigt werden. sobald du den kaufvertrag deines wunschobjektes unterzeichnet hast, wird dir der makler eine rechnung ausstellen. in dieser rechnung ist eine courtage aufgeführt, welche eine vermittlungsgebühr darstellt und die arbeit des maklers belohnen soll. sie wird daher immer dann fällig, wenn der makler immobilien erfolgreich vermittelt hat.

bei dem immobilienkredit gehört die courtage zu den sogenannten kaufnebenkosten. weitere gängige kaufnebenkosten stellen die grunderwerbsteuer, die kosten für eine eintragung der grundschuld im grundbuch sowie die notarkosten dar.

höhe der courtage


in der höhe ist die maklercourtage flexibel und an keinen festen prozentsatz geknüpft. in deutschland wird diese gebühr meist frei verhandelt, weshalb die vermittlung ganz unterschiedliche kosten mit sich bringen kann. die provision eines immobilienmaklers beträgt in der regel zwischen 3 % und 6 % des kaufpreises. hinzu kommt noch die mehrwertsteuer nach dem gültigen satz. die courtage berechnet sich somit in erster linie nach dem kaufpreis der immobilien. bei teuren angeboten müssen diese ebenfalls hohen nebenkosten daher unbedingt einkalkuliert werden.

bei einem kaufpreis von 500.000 € und einer maklerprovision von 3 % plus mehrwertsteuer von 19 % werden somit zusätzliche gebühren von 17.850 € fällig. die kosten für den kauf der immobilie erhöhen sich dementsprechend.

bei dem immobilienkredit sind daher immer vergleiche anzustellen. nicht selten ist ein privat angebotenes gebäude nur deshalb günstiger, weil die gewerblich angebotenen immobilien durch die provision teurer werden. ein kleines beispiel lässt sich mit dem angenommenen kauf einer immobilie mit einem preis des privatanbieters von 510.000 € und einem angebot des maklers von 500.000 € darstellen. trotz, dass der makler günstiger scheint, ist er im ergebnis teurer, da die gebühren für diesen noch zusätzlich hinzugerechnet werden.

wer zahlt die courtage


wer die courtage eines maklers bezahlen muss, ist auch im juli 2020 noch nicht final in einem gesetz verankert worden. zu dieser thematik gibt es unzählige rechtsprechungen, welche sich jedoch immer nur auf individuelle fälle beziehen. ebenfalls noch ungeklärt ist, ob diese vermittlungskosten von einer partei als gesamtes getragen oder zwischen den beteiligten aufgeteilt werden. eine prozentuale teilung zwischen verkäufer und käufer wäre an dieser stelle denkbar.

mehr klarheit dagegen gibt es bei vermieteten objekten. das im jahr 2015 gesetzlich festgelegte bestellerprinzip besagt, dass die maklerprovision immer vom auftraggeber bezahlt werden muss. ziel des gesetzgebers war es, die interessen der mieter zu unterstützen und diese vor unverhältnismäßig hohen kosten zu schützen. vor dieser regelung hatten stets die mieter sämtliche gebühren für einen makler zu bezahlen. auftraggeber war jedoch schon immer überwiegend der vermieter. zudem profitiert in erster linie der vermieter durch eine enorme zeitersparnis. der tatsache, dass der mieter diese ersparnisse des vermieters finanzieren soll, wurde mit diesem gesetz entgegengewirkt.

anders sieht es natürlich immer dann aus, wenn der mieter selbst der auftraggeber ist. beauftragt jemand einen makler, für sich ein passendes mietobjekt zu suchen, so nimmt er die stellung als auftraggeber ein und hat die damit verbundenen pflichten zu erfüllen. zu diesen pflichten gehört die zahlung einer courtage nach erfolgreicher vermittlung. die höhe der zu zahlenden courtage wird vorab mit dem makler vereinbart. bei einer vermietung darf die maximale maklercourtage zwei nettokaltmieten zuzüglich mehrwertsteuer betragen.

ausnahme bei gewerbeimmobilien


im zuge eines kaufes oder der vermietung von gewerbeimmobilien kommt es zu unterschieden im hinblick auf die maklerprovision. bei der vermietung von immobilien an unternehmen oder einzelunternehmer gilt das bestellerprinzip nicht. der verkäufer einer gewerbeimmobilie entscheidet zusammen mit dem immobilienmakler im vorfeld, wer die anfallende provision zu zahlen hat. diese vereinbarung wird meist schriftlich getroffen, sodass es im nachgang zu keinen missverständnissen kommen kann.

in diesem vertrag werden noch weitere details schriftlich festgehalten. insbesondere die summe der vermittlungskosten ist ein wichtiger bestandteil und kann bei der kauf- oder mietentscheidung ausschlaggebend sein. der auftraggeber verhandelt mit dem immobilienmakler in der regel die höhe der provision. schließlich ist es in dessen interesse, die immobilie mit so viel gewinn wie möglich zu vermieten. auf der anderen seite möchte der immobilienmakler ausreichend provision erhalten, um seine eigenen kosten decken und einen gewinn erwirtschaften zu können. eingehende verhandlungen sind aus diesen gründen weit verbreitet. es wird ebenfalls verhandelt, wie die provisionen nach abschluss des mietvertrages zwischen beiden parteien verteilt werden.

fazit und info courtage


eine courtage kann oftmals ein wesentlicher bestandteil auch bei dem immobilienkredit sein. entscheidest du dich für einen immobilienkauf über einen makler, so wird diese zusätzliche vermittlungsgebühr nach der vertragsunterzeichnung fällig.

ob der verkäufer oder der käufer diese provision zahlt, hängt ganz von den vertraglichen vereinbarungen ab. ebenfalls ist auch die höhe der maklerprovision variabel und wird vorab prozentual festgelegt. unterschiede bestehen beim kauf und bei der miete eines objektes.

bevor du dich für einen kauf über einen immobilienmakler entscheidest, solltest du immer die höhe der provision berücksichtigen und vergleichen. da es für die verkäufer in der regel unkomplizierter ist, eine immobilie über einen immobilienmakler zu vertreiben, werden diese angebote immer öfter wahrgenommen.

im märz 2019 hat das bundesjustizministerium einen gesetzentwurf zum bestellerprinzip für den kauf von immobilien vorgelegt. stand mitte 2020 ist jedoch noch nicht absehbar, wann dieses gesetz auf bundesebene in kraft treten wird.

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