was ist das eigenkapital

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eigenkapital

alle im rahmen einer immobilienfinanzierung eingebrachten eigenen geldmittel und eigenleistungen werden unter dem sammelbegriff eigenkapital geführt. durch den einsatz von eigenkapital verbessert sich der zinssatz. kurz gesagt, je mehr eigenkapital eingebracht werden kann, desto weniger geld muss bei der bank für das traumhaus aufgenommen werden. da die kreditsumme niedriger ist, hat die bank auch ein geringeres ausfallrisiko und belohnt das mit einem günstigerem zinssatz.

zum eigenkapital zählen beispielsweise:

  • sparguthaben
  • barvermögen
  • bausparverträge
  • tagesgelder
  • verwertbare aktien- und fondsbestände
  • lebensversicherungen
  • bereits vorhandener immobilienbesitz
  • muskelhypothek: arbeitsleistungen, die man selbst aufbringt
  • verwandten- oder arbeitgeberdarlehen

es ist ratsam so viel eigenkapital wie möglich in die baufinanzierung mit einzubringen. einige banken erwarten, dass die kaufnebenkosten aus eigenen finanziellen mitteln bezahlt werden. kaufnebenkosten sind zum beispiel die notar- und grundbuchkosten, die grunderwerbsteuer oder die kosten für den etwaig beteiligten immobilienmakler. das macht dann schnell mal bis zu 15 prozent des kaufpreises aus.

mit ein wenig glück gibt es vielleicht immobilien die im familienbesitz sind und als sicherheit verwendet werden können. denn auch das gilt im weitesten sinne als eigenkapital. es wird eine grundschuld , also familieneigenes kapital, zur absicherung eingetragen.

eine weitere möglichkeit ist die sogenannte muskelhypothek. an dieser eigenkapital-schraube kann man selbst drehen und so der finanzierung eigene mittel beisteuern. banken zählen die eigenleistungen auch dem eigenkapital zu. als eigenleistung wird die arbeitsleistung angesehen, die man selbst, familie oder freunde erbringen. hier gilt die faustformel: zwischen 10 und 15% der kompletten baukosten schätzen banken als realistische eigenleistung. unter umständen wird mit begründung auch ein höherer anteil akzeptiert, zum beispiel wenn der bauherr selbst handwerker ist.

vor einigen jahren noch war es die regel, dass man mindestens 15 bis 30% der gesamtkosten an eigenkapital in die baufinanzierung mit einbringen sollte. heutzutage ist das aber nicht mehr so strikt geregelt. selbst eine vollfinanzierung oder 100%-finanzierung ist unter gewissen voraussetzungen möglich.