was ist eine zwangsvollstreckung

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zwangsvollstreckung

bei einer zwangsvollstreckung kann ein gläubiger durch den einsatz staatlicher mittel seine ansprüche bzw. forderungen gegenüber einem schuldner durchsetzen.

zahlt man beispielsweise seine immobilienfinanzierungsraten nicht, hat die bank die möglichkeit der zwangsvollstreckung, um die offene restschuld mit hilfe des staates gerichtlich einzuklagen. vorausgesetzt der bank liegt ein vollstreckungstitel vor. das kann zum beispiel ein rechtskräftiges urteil oder ein vollstreckungsbescheid sein. natürlich wird nicht sofort jede immobilie zwangsversteigert, nur weil es zu einer rücklastschrift kam. wichtig ist hier als immobilieneigentümer frühzeitig zu handeln.

ist man in einer finanziellen bredouille und aktuell nicht in der lage die baufinanzierungsrate zu bedienen, ist es wichtig frühzeitig zu handeln und das gespräch mit seinem baufinanzierungsvermittler oder dem bankmitarbeiter zu suchen. gemeinsam kann dann nach einer passenden lösung gesucht werden. ist der finanzielle engpass beispielsweise aufgrund von krankheit oder scheidung nur vorübergehend, gibt es die möglichkeit den tilgungssatz zu verringern.

hat sich aber grundsätzlich etwas an der finanziellen situation geändert heißt es entweder einnahmen erhöhen oder den schaden begrenzen und das haus selbst verkaufen. hier kann gerade in der heutigen zeit ein weitaus höherer preis erzielt werden als bei einer zwangsversteigerung.

bevor eine zwangsvollstreckung durchgeführt werden kann, durchläuft der schuldner in der regel das sogenannte außergerichtliche mahnverfahren. erst dann kann beim zuständigen gericht ein antrag auf erlass eines mahnbescheides gestellt werden. der mahnbescheid geht dem schuldner per post zu. ab diesem zeitpunkt hat er 14 tage zeit einspruch einzulegen oder die offene summe zu begleichen. passiert jedoch nichts, kann der antrag auf erlass eines vollstreckungsbescheids gestellt werden. mit dem vollstreckungstitel kann die zwangsvollstreckung von einem gerichtsvollzieher durchgeführt werden.

nicht alle wertsachen sind pfändbar, denn lebensnotwendige dinge wie kleidung, möbel oder gegenstände des alltäglichen bedarfs darf (zum beispiel fernseher, computer und mobiltelefon) der gerichtsvollzieher nicht pfänden. auch dinge, die der schuldner benötigt um seinen beruf auszuüben, dürfen nicht gepfändet werden.

bei der zwangsvollstreckung werden neben beweglichen gegenständen auch unbewegliche sachen wie grundstücke, eigentumswohnungen oder häuser gepfändet und in einer zwangsversteigerung öffentlich meistbietend versteigert. mit dem erlös der versteigerung können dann die offenen forderungen aus der immobilienfinanzierung beglichen werden. wird bei der versteigerung ein überschuss erzielt, geht der rest an den ursprünglichen eigentümer der immobilie.